{"id":7167,"date":"2023-12-01T20:16:58","date_gmt":"2023-12-01T18:16:58","guid":{"rendered":"https:\/\/naturallynamibia.com\/?p=7167"},"modified":"2023-12-07T14:55:26","modified_gmt":"2023-12-07T12:55:26","slug":"dem-pangolin-auf-der-spur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/naturallynamibia.com\/de\/dem-pangolin-auf-der-spur\/","title":{"rendered":"Dem Pangolin auf der Spur"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das Schuppentier ist eines der seltensten und am h\u00e4ufigsten illegal gehandelten S\u00e4ugetiere der Erde. In Asien werden seine Schuppen teuer verkauft. Die Tiere stehen unter strengem Schutz \u2013 doch es gibt Orte, an denen man sie mit etwas Gl\u00fcck noch beobachten kann.<\/strong><\/p>\n<p>Schniff, schniff. Das Schn\u00fcffeln kommt langsam n\u00e4her. Wir liegen auf dem staubigen Boden des Okonjima-Naturreservats. Es ist noch fr\u00fch am Morgen, erst kurz nach sechs Uhr. Hier, im S\u00fcdwinter, sind die Temperaturen w\u00e4hrend der Nacht auf f\u00fcnf Grad gesunken, der Sand ist noch kalt. Doch im Gestr\u00fcpp regt sich etwas. Nach einigen Minuten des Wartens, des Horchens und der Vorfreude kommt ein heutiger Dinosaurier aus dem Geb\u00fcsch gestapft. Er ist mit Schuppen bedeckt, geht aufrecht auf seinen Hinterbeinen, h\u00e4lt seine beeindruckenden Grabkrallen an den Vorderf\u00fc\u00dfen vor sich zusammengefaltet und nutzt seinen langen, breiten Schwanz zum Ausbalancieren. Immer wieder forscht er im Sand nach Ameisen und Termiten.<\/p>\n<div id=\"attachment_7104\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7104\" class=\"wp-image-7104 size-full\" src=\"https:\/\/naturallynamibia.com\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Okonjima-Pangolin-02.jpg\" alt=\"Okonjima Nature Reserve - Tracking the Pangolin\" width=\"840\" height=\"540\" srcset=\"https:\/\/naturallynamibia.com\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Okonjima-Pangolin-02.jpg 840w, https:\/\/naturallynamibia.com\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Okonjima-Pangolin-02-480x309.jpg 480w\" sizes=\"auto, (min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 840px, 100vw\" \/><p id=\"caption-attachment-7104\" class=\"wp-caption-text\">Das Schuppentier ist eines der seltensten und am h\u00e4ufigsten illegal gehandelten S\u00e4ugetiere der Erde<\/p><\/div>\n<p>Gemeinsam mit einem Feldforscher von AfriCat sind wir auf der Suche nach einem der seltensten Tiere Afrikas. Trex ist ein acht Monate altes M\u00e4nnchen. Ohne seinen GPS-Sender, mit dem er zur Erfassung von Forschungsdaten \u00fcber seine Bewegungen ausgestattet wurde, h\u00e4tten wir ihn wahrscheinlich nie gefunden. Doch jetzt schnuppert er \u00fcberall herum, nur wenige Meter von uns entfernt, ganz so als ob es uns nicht g\u00e4be. Immer wieder steckt Trex seine Nase in Erdl\u00f6cher, um nach Ameisen und Termiten zu suchen. Ist er f\u00fcndig geworden, l\u00e4sst er seine Zunge in den Bau gleiten, um seine Beute zu erwischen. Gemessen an ihrer K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe haben Schuppentiere \u2013 nach Cham\u00e4leons \u2013 die l\u00e4ngste Zunge im Tierreich. Ohne ihre lange Zunge h\u00e4tten die Pangoline keine Chance, an ihre meist tief im Erdreich versteckte Beute zu gelangen.<\/p>\n<p>Viele Menschen haben noch nie von einem Schuppentier geh\u00f6rt und die wenigsten haben schon eines gesehen. Diese Tiere sind \u00fcberaus selten, und Sichtungen sind noch seltener. Die \u00e4ltesten bekannten Verwandten der heutigen Schuppentiere lebten vor etwa 47 Millionen Jahren. Trex ist ein Temminckschuppentier (<em>Smutsia temminckii<\/em>). Dieses Steppenschuppentier, das zweitgr\u00f6\u00dfte aller Pangoline, ist die einzige Schuppentierart, die in Namibia vorkommt. Trex ist ein junges ausgewachsenes Tier und wiegt nach Angaben von AfriCat 9 kg. Ausgewachsene Schuppentiere k\u00f6nnen zwischen 8 und 18 kg wiegen. Trex wurde erst im M\u00e4rz 2022 in das AfriCat-Forschungsprogramm aufgenommen. Seine Mutter nimmt bereits seit 2018 daran teil.<\/p>\n<p>Von seinem Aussehen her k\u00f6nnte das Schuppentier tats\u00e4chlich einem pr\u00e4historischen M\u00e4rchen entsprungen sein. Dieser vorwiegend nachtaktive Insektenfresser ist der letzte \u00dcberlebende eines Millionen Jahre w\u00e4hrenden Evolutionsprozesses. Sein K\u00f6rper ist mit harten, scharfkantigen Schuppen aus Keratin bedeckt, seine Zunge ist l\u00e4nger als sein K\u00f6rper und sitzt in der N\u00e4he des Beckens und des letzten Rippenpaares.<\/p>\n<div id=\"attachment_7101\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7101\" class=\"wp-image-7101 size-full\" src=\"https:\/\/naturallynamibia.com\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Okonjima-Pangolin-01.jpg\" alt=\"Okonjima Nature Reserve - Tracking the Pangolin\" width=\"840\" height=\"540\" srcset=\"https:\/\/naturallynamibia.com\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Okonjima-Pangolin-01.jpg 840w, https:\/\/naturallynamibia.com\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Okonjima-Pangolin-01-480x309.jpg 480w\" sizes=\"auto, (min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 840px, 100vw\" \/><p id=\"caption-attachment-7101\" class=\"wp-caption-text\">Aufgrund ihrer Gef\u00e4hrdung durch Wilderei ist ein sicherer Lebensraum f\u00fcr Schuppentiere entscheidend f\u00fcr ihr \u00dcberleben. Das Okonjima-Naturreservat ist ein solcher sicherer Lebensraum.<\/p><\/div>\n<p>Heute sind acht Arten von Schuppentieren bekannt, vier in Afrika, vier in Asien. Allen ist gemeinsam: Durch illegale Jagd ist ihre Zahl so stark zur\u00fcckgegangen, dass die Weltnaturschutzorganisation IUCN drei Arten in Asien als <em>vom Aussterben bedroht<\/em> eingestuft hat, und eine als <em>stark gef\u00e4hrdet<\/em>. Um die vier afrikanischen Arten steht es kaum besser \u2013 die Best\u00e4nde an Steppenschuppentieren, Wei\u00dfbauchschuppentieren, Riesenschuppentieren und Langschwanzschuppentieren gehen ebenfalls dramatisch zur\u00fcck. Zwei der vier afrikanischen Arten sind als <em>stark gef\u00e4hrdet<\/em> gelistet, zwei als <em>gef\u00e4hrdet<\/em>, darunter auch das Steppenschuppentier.<\/p>\n<p>Das Problem: In vielen Teilen Afrikas gilt ihr Fleisch als Delikatesse und wird als \u201eBuschfleisch\u201c auf einheimischen M\u00e4rkten verkauft. Zudem wird verschiedenen K\u00f6rperteilen eine medizinische Wirkung gegen Krankheiten zugeschrieben, insbesondere in West-, Zentral- und Ostafrika. Der weltweite Handel stellt jedoch eine noch gr\u00f6\u00dfere Bedrohung f\u00fcr Schuppentiere dar. Der Handel nach Asien floriert. Dort werden Schuppentiere h\u00e4ufig in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet. Da das Horn des Nashorns immer schwieriger zu beschaffen ist, werden gemahlene Pangolinschuppen in der chinesischen Medizin zunehmend als Ersatz verwendet, beispielsweise als Aphrodisiakum, Asthmamittel und zur Behandlung von Rheuma und Krebs.<\/p>\n<p>Die vier asiatischen Arten sind seit dem Jahr 2000 durch das \u00dcbereinkommen \u00fcber den internationalen Handel mit gef\u00e4hrdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (CITES) gesch\u00fctzt. Seit 2017 sind alle acht Arten im CITES-Anhang I aufgef\u00fchrt und haben damit den h\u00f6chsten Schutzstatus. Der internationale Handel mit diesen Tieren ist komplett untersagt. Trotzdem werden sie weiter gejagt. Niemand wei\u00df genau, wie viele Tonnen Pangolinschuppen j\u00e4hrlich geschmuggelt werden. Laut Zahlen des World Wide Fund for Nature (WWF) werden weltweit jeden Tag mindestens 300 Schuppentiere gejagt, insgesamt etwa 10 000 pro Jahr \u2013 und das, obwohl ein weibliches Schuppentier pro Jahr nur ein einzelnes Junges zur Welt bringt. Nach Angaben der Stiftung zur Erhaltung und Erforschung des namibischen Schuppentiers (Namibian Pangolin Conservation and Research Foundation) wurden in Namibia in den vergangenen sieben Jahren 491 Schuppentiere beschlagnahmt (152 lebend und 339 Kadaver oder H\u00e4ute) und 640 Tatverd\u00e4chtige verhaftet.<\/p>\n<p>Aufgrund ihrer Gef\u00e4hrdung durch Wilderei ist ein sicherer Lebensraum f\u00fcr Schuppentiere entscheidend f\u00fcr ihr \u00dcberleben. Das Okonjima-Naturreservat ist ein solcher sicherer Lebensraum. Die AfriCat Foundation, die dort t\u00e4tig ist, hat 2018 ihre eigene Forschung gestartet, um die Schuppentiere im Reservat zu \u00fcberwachen und mehr \u00fcber sie zu erfahren. Das urspr\u00fcngliche Ziel der 1993 gegr\u00fcndeten Stiftung war der Schutz und die Erhaltung von Raubtieren, da sich Mensch-Wildtier-Konflikte vor allem um diese Arten drehen. Inzwischen hat sich das Augenmerk der Stiftung auf gef\u00e4hrdete Arten ausgeweitet.<\/p>\n<div id=\"attachment_7107\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7107\" class=\"wp-image-7107 size-full\" src=\"https:\/\/naturallynamibia.com\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Okonjima-Pangolin-03.jpg\" alt=\"Okonjima Nature Reserve - Tracking the Pangolin\" width=\"840\" height=\"415\" srcset=\"https:\/\/naturallynamibia.com\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Okonjima-Pangolin-03.jpg 840w, https:\/\/naturallynamibia.com\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Okonjima-Pangolin-03-480x237.jpg 480w\" sizes=\"auto, (min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 840px, 100vw\" \/><p id=\"caption-attachment-7107\" class=\"wp-caption-text\">Gemeinsam mit einem Feldforscher von AfriCat sind wir auf der Suche nach einem der seltensten Tiere Afrikas. Links: Karen Codling, die Direktorin von AfriCat.<\/p><\/div>\n<p>Lange Zeit war die AfriCat Foundation f\u00fcr ihre Arbeit mit Farmern bekannt, bei der es darum ging, Konflikte zwischen Viehz\u00fcchtern und Raubtieren, insbesondere Geparden und Leoparden, zu entsch\u00e4rfen. Die Farmer waren jedoch nicht in der Lage oder nicht gewillt, ihre Produktionsmethoden anzupassen, und baten die Stiftung stattdessen um Hilfe bei der Beseitigung unerw\u00fcnschter Raubtiere. Anfangs konnte AfriCat die Geparden und Leoparden auf Farmen umsiedeln, die zu ihrer Aufnahme bereit waren, aber es wurde immer schwieriger, alternative Gebiete f\u00fcr sie zu finden. Au\u00dferdem ist es keine L\u00f6sung, Raubtiere von Farmland zu entfernen, da rasch neue Tiere auftauchen, um das frei gewordene Revier zu \u00fcbernehmen. AfriCat hat daher die Arbeit in Sachen Mensch-Wildtier-Konflikt eingestellt und konzentriert sich stattdessen darauf, zu untersuchen, was f\u00fcr einen Beitrag Naturschutzgebiete zum Umweltschutz leisten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Zur Forschungsarbeit von AfriCat geh\u00f6ren Schuppentiere. Im gesch\u00fctzten Okonjima-Naturreservat kommen sie nat\u00fcrlich vor. \u201eIm Rahmen der Forschung hat die Stiftung eine Reihe von Schuppentieren mit Sendern versehen und bewegungsgesteuerte Kameras an ihren H\u00f6hlen installiert. \u201cWir sammeln Daten zu ihrer grundlegenden \u00d6kologie, weil so wenig \u00fcber diese Tiere bekannt ist. Beispielsweise versuchen wir herauszufinden, wie gro\u00df ihre Reviere sind, wie sie sich fortpflanzen und wie sich die Tiere untereinander und mit anderen Arten im Reservat verhalten\u201c, erkl\u00e4rt Karen Codling, die Direktorin von AfriCat. Schuppentiere sind eine sehr empfindliche Art. Ein Beispiel: W\u00e4hrend D\u00fcrreperioden, die in Namibia h\u00e4ufig auftreten, verzeichnete die Stiftung eine erh\u00f6hte Sterblichkeitsrate unter Schuppentieren, weil weniger Termiten zur Verf\u00fcgung standen. Termiten sind neben Ameisen die Hauptnahrungsquelle dieser Tiere. \u201eDas Ziel unserer Forschung ist es, das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Schuppentiere zu f\u00f6rdern und ihren Schutz zu verbessern. Unsere Arbeit wird haupts\u00e4chlich durch den Tourismus finanziert\u201c, sagt Codling.<\/p>\n<p>Der Feldforscher von AfriCat beobachtet Trex seit seiner Geburt. Liebevoll nennt er das Schuppentier seinen \u201eSohn\u201c. Mehrmals pro Woche \u00fcberpr\u00fcft er dessen Wohlbefinden und zeichnet Daten \u00fcber seinen Standort und sein Verhalten auf. In regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden wird das Tier gemessen, gewogen und auf seinen Gesundheitszustand untersucht. Die Forscher haben erhebliche Gewichtsschwankungen und h\u00e4ufige H\u00f6hlenwechsel festgestellt. Trex hat auch eine H\u00f6hle genutzt, die vor seiner Geburt von seiner Mutter bewohnt wurde. \u201eDa es sich um ein junges Schuppentier handelt, sind wir besonders daran interessiert, wie es sich bei der Abwanderung von seiner Mutter verh\u00e4lt und wie es sein Revier ausw\u00e4hlt\u201c, erkl\u00e4rt die AfriCat-Direktorin. \u201eDie Anwesenheit von Schuppentieren ist immer ein gutes Zeichen f\u00fcr ein gesundes \u00d6kosystem. Sie gelten als Indikatorart.\u201c Es ist auch bekannt, dass Schuppentiere trotz ihrer geringen Gr\u00f6\u00dfe enorm wichtig f\u00fcr das \u00d6kosystem sind. Ein einziges Tier frisst bis zu 70 Millionen Termiten im Jahr.<\/p>\n<p>Abgesehen vom illegalen Handel sind Elektroz\u00e4une eine gro\u00dfe Bedrohung f\u00fcr das Schuppentier. Farmer und Wildtierhalter errichten diese Z\u00e4une zum Schutz ihrer Tiere. In der Regel geh\u00f6rt dazu ein elektrifizierter Draht in Bodenn\u00e4he, was f\u00fcr Schuppentiere zum Tod durch Stromschlag f\u00fchrt, wenn die \u00fcber den Draht laufen. Nach Sch\u00e4tzung einer s\u00fcdafrikanischen Studie werden j\u00e4hrlich 1.000 bis 2.000 Schuppentiere durch Elektroz\u00e4une get\u00f6tet \u2013 das ist weit mehr als die Zahl der illegal gehandelten oder gewilderten Schuppentiere.<\/p>\n<p>Im Okonjima-Naturreservat ist jedoch eine andere Erfahrung gemacht worden, trotz 96 km Elektrozaun im Reservat. Okonjima wurde 2011 eingez\u00e4unt, und es wurden spezielle Anpassungen an der herk\u00f6mmlichen Zaunkonstruktion vorgenommen, um die Gefahr zu verringern, dass Wildtiere durch den Zaun get\u00f6tet oder verletzt werden. Dazu geh\u00f6rt, dass der unterste Elektrodraht h\u00f6her \u00fcber dem Boden liegt. Zudem wurde ein Erdleiter angebracht und ein weiterer Elektrodraht in Brusth\u00f6he gro\u00dfer Antilopen, um zu verhindern, dass sie sich durch den Zaun k\u00e4mpfen. Da der unterste Draht recht hoch \u00fcber dem Boden liegt, k\u00f6nnen sich Tiere wie Stachelschweine und Warzenschweine allerdings unter dem Zaun hindurchgraben. Daher wird der Zaun t\u00e4glich auf seiner gesamten L\u00e4nge kontrolliert, um solche L\u00f6cher zu schlie\u00dfen. Mit dieser Strategie kann verhindert werden, dass Schuppentiere oder Schildkr\u00f6ten und Erdferkel durch Stromschl\u00e4ge am Zaun sterben.<\/p>\n<p>Gegen die meisten Raubtiere k\u00f6nnen sich Schuppentiere normalerweise bestens verteidigen. Kommt zum Beispiel ein L\u00f6we oder ein Leopard einem Schuppentier zu nahe, rollt es sich zu einem sch\u00fctzenden Ball zusammen. In solchen F\u00e4llen merkt selbst ein L\u00f6we, dass es nichts zu holen gibt. Doch gegen Menschen ist diese Verteidigungsstrategie nutzlos, und solange Schuppentiere \u2013 tot oder lebendig \u2013 einen kommerziellen Wert haben, werden sie weiterhin gewildert und illegal verkauft werden. Okonjima bietet den Schuppentieren im Naturreservat einen sicheren Lebensraum, und die AfriCat Foundation sammelt wichtige Informationen, um ihre Erhaltung in ganz Namibia und dar\u00fcber hinaus zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p><em>Text und Fotos: Fabian von Poser, Karen Codling<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Da einige der Schuppentiere auf Okonjima zu Forschungszwecken mit Peilsendern ausgestattet wurden, sind die Chancen zur Beobachtung der Tiere recht gut. Um den Schutz und die Erforschung der Schuppentiere zu finanzieren, bietet Okonjima spezielle Touren an. Die Exkursion Pangolin Tracking on foot mit bis zu sechs G\u00e4sten dauert zwei Stunden, wobei maximal 30 Minuten zur Beobachtung eines Schuppentiers zur Verf\u00fcgung stehen. Das Pangolin Tracking setzt jedoch wenigstens zwei \u00dcbernachtungen voraus. Je nach Saison kostet die Tour zwischen 2.000 und 2.200 Namibia-Dollar (Stand 2023), umgerechnet etwa 110 bis 125 Euro. Kinder im Alter von 12 und 13 Jahren zahlen die H\u00e4lfte. Diese Aktivit\u00e4t kann direkt in der Lodge gebucht werden, vorbehaltlich Verf\u00fcgbarkeit.<\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><button class=\"button\" type=\"button\"><a href=\"https:\/\/okonjima.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.okonjima.com<\/a><\/button><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Schuppentier ist eines der seltensten und am h\u00e4ufigsten illegal gehandelten S\u00e4ugetiere der Erde. In Asien werden seine Schuppen teuer verkauft. Die Tiere stehen unter strengem Schutz \u2013 doch es gibt Orte, an denen man sie mit etwas Gl\u00fcck noch beobachten kann. Schniff, schniff. Das Schn\u00fcffeln kommt langsam n\u00e4her. 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